{"id":5900,"date":"2015-12-13T19:45:18","date_gmt":"2015-12-13T17:45:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.germansuzuki.com\/?p=5900"},"modified":"2015-12-14T09:06:52","modified_gmt":"2015-12-14T07:06:52","slug":"7-europaeische-suzukilehrer-konferenz-teil-1-bericht-von-helen-hines","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.germansuzuki.de\/?p=5900","title":{"rendered":"7. Europ\u00e4ische Suzukilehrer-Konferenz,  Bericht von Helen Hines"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Brian Lewis unterrichtet Bach<br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Jahr begeisterte der amerikanische Geiger und P\u00e4dagoge <strong><a href=\"https:\/\/suzukiassociation.org\/news\/author\/brian-lewis\/\">Brian Lewis<\/a><\/strong> die Teilnehmer der 7. Europ\u00e4ische Suzuki-Lehrer Konferenz in Remscheid. Brian Lewis war selbst Suzuki-Sch\u00fcler, Sohn von\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ottawasuzukistrings.org\/director-alice-joy-lewis\">Alice Joy Lewis<\/a>, einer in den Vereinigten Staaten sehr bekannten Suzuki-Lehrerin und f\u00fchlt sich zutiefst mit seinen ehemaligen Lehrern Dorothy DeLay und Shinichi Suzuki verbunden, deren p\u00e4dagogisches Erbe er weitergeben m\u00f6chte. Im folgenden Video spricht Brian Lewis \u00fcber seine Mutter und ihre weisen Worte im Zusammenhang mit seinen \u201e\u00dcbe-Eskapaden\u201c als Kind:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"1080\" height=\"608\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/m5xCuR86jLM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Verlauf der Konferenz konnte der weltweit gefragte Brian Lewis die Teilnehmer aus 21 L\u00e4ndern durch seine charismatische und begeisternde Art anstecken. Auf seinem umfangreichen Programm stand u. a. eine dreiteilige Unterrichtsserie mit dem Thema \u201eViolinkonzert in a-Moll von J.S. Bach\u201c, ein weiterer Kurs besch\u00e4ftigte sich mit einer Auswahl der \u201e40 Variationen von Sevcik, op. 3\u201c sowie Einzel- und Gruppenunterricht mit Sch\u00fclern und Studenten. Kr\u00f6nender H\u00f6hepunkt war das Abendkonzert mit der amerikanischen Pianistin <a href=\"https:\/\/suzukiassociation.org\/people\/heidi-curatolo\/\"><strong>Heidi Curatolo<\/strong><\/a>.<\/p>\n<h2><strong>Der 1. Satz des Violinkonzerts in a-Moll von J.S. Bach<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Lehrerkurs mit Brian Lewis war angef\u00fcllt von fachlichen Demonstrationen und gab den Teilnehmern immer wieder Gelegenheit, seine neuen Ideen selbst auszuprobieren. In einem rasanten Tempo und mit gro\u00dfem pers\u00f6nlichen Engagement wurden die Teilnehmer \u201eauf Trab gehalten\u201c. Die Kursteilnehmer konnten sowohl das gesamte Repertoire durchspielen als auch mit Klang- und Phrasierungskonzepten experimentieren.<\/p>\n<p><strong>Die Phrasierung beim ersten Tutti<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brian Lewis stellte den Lehrern mehrere M\u00f6glichkeiten vor, wie das erste Tutti gestaltet werden k\u00f6nnte. Die wichtigste \u00dcberlegung ist hierbei, ob man den Bogen wieder zur\u00fcckholen oder ihn auf der Saite lassen will. Beide Varianten haben Auswirkungen auf die Phrasierung des Anfangs und entsprechen den beiden gleicherma\u00dfen sinnvollen Interpretationsm\u00f6glichkeiten, die er bei Suzuki und an der Juilliard School kennengelernt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brian Lewis erkl\u00e4rte, dass er bei Suzuki den Bogen immer zur\u00fcckholen sollte. So sei es leichter, eine gleichbleibende Dynamik zu entwickeln. Au\u00dferdem unterst\u00fctze diese Bogeneinteilung den exakten Rhythmus mit dem Ergebnis eines besseren Gruppenklanges. Dagegen forderten die beiden Juilliard-Dozenten, den Bogen auf der Saite zu lassen.<br \/>\nUnterschiedliche Lehrer werden meist verschiedene Vorstellungen haben, die aber gleicherma\u00dfen sinnvoll sein k\u00f6nnen. Wir als Lehrer m\u00fcssen immer pr\u00fcfen und uns klarmachen, welche Auswirkungen unsere Entscheidungen auf unsere Sch\u00fcler haben.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_film_2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-2050\" src=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_film_2-1024x724.jpg\" alt=\"Bach_film2.indd\" width=\"588\" height=\"416\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Klang und Bogenhaltung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Lehrer sollten ausprobieren, welchen Einfluss unterschiedliche Bogenhaltungen auf den Klang haben k\u00f6nnen. Wenn wir den Bogengriff beispielsweise insgesamt etwas h\u00f6her setzen, also den Daumen aufw\u00e4rts in Richtung Schwerpunkt verschieben, so dass der kleine Finger das Ende des Leders oder der Umwicklung ber\u00fchrt, k\u00f6nnen wir eine barocke Bogenhaltung nachempfinden und dadurch das Gewicht des Frosches kompensieren. Nachdem die Kursteilnehmer mehrere Passagen mit diesem Bogengriff gespielt hatten, waren sich alle einig, dass diese Haltung ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Freiheit in Bogenf\u00fchrung und Klang vermittelt und somit neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Phrasierung und Dynamik er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_film_3-4.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-2046\" src=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_film_3-4-1024x724.jpg\" alt=\"Bach_film__helen.indd\" width=\"588\" height=\"416\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Sch\u00fcler von Brian Lewis das Bach-Konzert erlernen, fordert er sie meist auf, sich mit unterschiedlichen Bogenhaltungen und den daraus resultierenden Klangver\u00e4nderungen zu besch\u00e4ftigen. Er m\u00f6chte seine Sch\u00fcler auf zwei wichtige Bogenstriche vorbereiten, die den Vortrag des Bach-Konzertes auf eine musikalisch deutlich h\u00f6here Ebene bringen:<\/p>\n<ol>\n<li>Bogenstriche mit durchgehendem Armgewicht<\/li>\n<li>Bogenstriche mit Gewichtsentlastung am Ende des Striches (dadurch stoppt der Strich auf nat\u00fcrliche Weise und es entsteht ein schwingender Nachklang.)<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide Bogenstriche werden leichter verstanden und verinnerlicht, wenn die Sch\u00fcler die Gelegenheit bekommen, mit Klangvarianten und unterschiedlichen Bogenhaltungen zu experimentieren.<\/p>\n<p><strong>Musikalische Strukturen bei Bach<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dorothy DeLay empfahl allen ihren Studenten, sich selbst eine Art \u201eGrundriss\u201c der Bach-St\u00fccke zu entwerfen. Durch diesen visuellen \u00dcberblick und die anschlie\u00dfende Analyse des Aufbaus kann der Sch\u00fcler die Architektur der Bach-St\u00fccke leichter erkennen und daraus eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr die eigene Gestaltung im Bereich Phrasierung und Dynamik erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brian Lewis schl\u00e4gt vor, diese Vorgehensweise beim Erlernen des Bach a-Moll Konzertes einzuf\u00fchren, da es die Sch\u00fcler auf Bachs Solo-Sonaten und -Partiten vorbereitet, die sie vielleicht f\u00fcr den Rest ihres musikalischen Lebens begleiten werden. Der letzte Satz der E-Dur Partita ist seiner Meinung nach der am ehesten geeignete Satz, um unsere Sch\u00fcler in die Welt von Bachs Solowerken einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die Grundstruktur des ersten Satzes des Bach a-Moll Konzertes in die Noten eingezeichnet wurde, k\u00f6nnen wir leicht erkennen, dass das Motiv (Dreierbindung im Aufstrich, Einzelnote im Abstrich) in den Takten 4-7 im gesamten ersten Satz immer wieder erscheint. Wenn wir nach jedem Motiv ein Stopp einlegen, wird die Struktur deutlicher. Wir sollten in dieser Phase die bereits in Heft 1 erlernte \u00dcbetechnik \u201estopp, vorbereiten, spielen\u201c anwenden, bei der nach und nach die Pausen verk\u00fcrzt werden bis der Aufbau der gesamten Phrase erkennbar wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_1-stop.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-2048\" src=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_1-stop-1024x739.jpg\" alt=\"Bach_1.indd\" width=\"588\" height=\"424\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Verbindung von kleineren Elementen entsteht ein gr\u00f6\u00dferer, musikalisch zusammenh\u00e4ngender Abschnitt wie z.B. bei den Takten 126 bis 137. Diese k\u00f6nnen zun\u00e4chst in vier kleinere Abschnitte aufgeteilt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ergeben sich automatisch musikalische Gestaltungsm\u00f6glichkeiten, die z. B. nahelegen, jeden Abschnitt in einer abweichenden Dynamikstufe zu spielen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_3-stop.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-2049\" src=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_3-stop-1024x755.jpg\" alt=\"Bach_1.indd\" width=\"588\" height=\"434\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Vorhalte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brian Lewis stellte fest, dass der Vorhalt ein wichtiges \u00e4sthetisches Konzept darstellt, das unsere Sch\u00fcler verstanden haben sollten, bevor sie zu den Mozart-Konzerten kommen.\u00a0Die Definition der <a href=\"http:\/\/www.oxforddictionaries.com\/definition\/english\/appoggiatura\">appoggiatura<\/a> ist &#8222;Vorschlagsnote&#8220;, welche die n\u00e4chste Melodie-Note verz\u00f6gert und die H\u00e4lfte oder mehr ihres notierten Zeitwertes (s. Oxford Dictionary, 2015) einnimmt.\u00a0Das Wort stammt von dem italienischen Wort <em>appoggiare<\/em>, was <em>sich st\u00fctzen auf<\/em> oder <em>sich ausruhen<\/em> bedeutet.\u00a0Eine der ersten Anwendungen des Vorhalts findet sich in der aus dem Jahre 1642 stammenden italienischen Oper \u201eDie Kr\u00f6nung der Poppea\u201c von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Claudio_Monteverdi\">Claudio Monteverdi<\/a>. Monteverdi verdeutlicht den emotionalen Gehalt des Librettos mit Hilfe des Vorhalts, um fallende Tr\u00e4nen darzustellen. Um den Eindruck fallender Tr\u00e4nen zu erzeugen und sich auf den nicht dem Akkord zugeh\u00f6rigen Ton zu st\u00fctzen, verwenden Vorschlagsnoten auch h\u00e4ufig ein Diminuendo, das die emotionale Wirkung zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt. Bach hat genau dieses in den Takten 26 und 28 im 1. Satz des Bach-Konzertes in a-Moll geschrieben. Hier finden wir den Vorhalt mit dem Diminuendo zu der Melodienote hin:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_vorhalt.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-2045\" src=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_vorhalt-1024x209.jpg\" alt=\"Bach_vorhalt.mus\" width=\"588\" height=\"120\" \/><\/a><\/p>\n<p>Brian Lewis ermutigte die Gruppe, den Vorhalt mit einem Diminuendo zur Melodienote hin zu versehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus sprach er \u00fcber die beabsichtigte emotionale Wirkung, die sich sowohl bei fallenden als auch bei aufsteigenden Vorhaltsnoten einstellt. Dieser Unterrichtsausschnitt ist im folgenden Video festgehalten:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"1080\" height=\"608\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/pRq6GXUJRIc?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h2><strong>Der 2. Satz <\/strong><\/h2>\n<p><strong>Die Gestaltung langsamer S\u00e4tze<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brian Lewis befragte die Teilnehmer, wie sie ihren Sch\u00fclern dieses Thema nahebringen w\u00fcrden, denn jeder Lehrer sollte diesen Prozess aktiv einleiten. Jede musikalische Vorstellung, zum Beispiel welche Art des Vibratos verwendet wird (oder ob er es \u00fcberhaupt einsetzt), ist eine gestalterische Entscheidung. Brian Lewis erkl\u00e4rte den Teilnehmern seine Sichtweise. Er bevorzugt im zweiten Satz \u00fcberwiegend ein entspanntes Vibrato, das aber nicht zu langsam und zu breit sein solle. Er betonte aber, dass es zahlreiche andere geeignete Gestaltungsm\u00f6glichkeiten g\u00e4be.<br \/>\nDie Wahl des Tempos ist eine andere wichtige Entscheidung f\u00fcr den Charakter des St\u00fcckes. H\u00e4ufig bittet Brian Lewis seine Sch\u00fcler, eine Tempo-Tabelle f\u00fcr alle drei S\u00e4tze des Bach-Konzertes anzufertigen und mindestens drei, am besten aber f\u00fcnf unterschiedliche Aufnahmen, anzuh\u00f6ren und ihre Tempi in die Tabelle einzutragen. Dies soll u.a. das aktive H\u00f6ren der Sch\u00fcler f\u00f6rdern und ihnen die vielf\u00e4ltigen Tempom\u00f6glichkeiten aufzeigen. Hier finden Sie eine Beispieltabelle:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Dokument1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-2037\" src=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Dokument1-1024x326.jpg\" alt=\"Microsoft Word - Dokument1\" width=\"594\" height=\"189\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brian erkl\u00e4rt seinen Sch\u00fclern, dass es in Ordnung sei, andere Tempi als die auf den von ihnen ausgesuchten Aufnahmen auszuw\u00e4hlen &#8211; seien sie schneller oder langsamer. Jedoch sollten sie die Tempi immer bewu\u00dft ausw\u00e4hlen und nie dem Zufall oder nur einem momentanen Gef\u00fchl \u00fcberlassen.<\/p>\n<h2><strong>Der 3. Satz <\/strong><\/h2>\n<p><strong>Der Gigue-Strich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der dritte Satz des Bach-Konzerts in a-Moll hat einen t\u00e4nzerischen Charakter. Wir sollten diesen deutlich in uns sp\u00fcren und ihn auch beim Spielen h\u00f6rbar machen! Brian Lewis f\u00fchrte uns hierzu mehrere unkonventionelle Aktivit\u00e4ten vor, die bei den Teilnehmern gro\u00dfen Erfolg fanden und unsere Sch\u00fcler sicherlich auch sehr ansprechen werden. Beispielsweise sollten wir auf einem Bein hopsen und dabei den 3. Satz spielen. Dies war gar nicht einfach, aber es half den Spielern, die t\u00e4nzerische Bewegung in der Musik zu sp\u00fcren. Ein anderes St\u00fcck, das bestens geeignet ist, am Gigue-Strich und dessen t\u00e4nzerischem Charakter zu arbeiten, ist die Gigue von Veracini aus Heft 5. Es ist sehr sinnvoll, diese St\u00fcck parallel zum Bach-Konzert zu wiederholen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_3.Satz_9.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-2052\" src=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_3.Satz_9-1024x724.jpg\" alt=\"string_crossings.indd\" width=\"589\" height=\"416\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Bariolage<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brian Lewis erinnerte uns daran, dass der Bariolagen-Abschnitt im dritten Satz erhebliche Probleme f\u00fcr Sch\u00fcler verursachen kann und deshalb vorher sorgf\u00e4ltig erlernt werden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_3.Satz_6.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-2051\" src=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Bach_3.Satz_6-1024x670.jpg\" alt=\"Bach_3_noten.indd\" width=\"588\" height=\"385\" \/><\/a><br \/>\nBariolage ist eine Saitenwechseltechnik, die eine leere Saite beinhaltet, und der Sch\u00fcler muss, um einen gleichm\u00e4\u00dfigen Klang auf allen Saiten zu erzielen, sehr bewusst die geeignete Ellenbogenstellung einsetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man bedenkt, dass auf jeder Saite drei Bogenebenen m\u00f6glich sind, zum Beispiel A1 (zur D-Saite geneigt), A2 (in der Mittelstellung), A3 (zur E-Saite geneigt), dann gibt es zw\u00f6lf m\u00f6gliche Bogenebenen auf der Geige. In den Takten 105 bis 117 m\u00fcssen wir als Lehrer sorgf\u00e4ltig darauf achten, dass unsere Sch\u00fcler den Bogen nicht zu weit nach rechts ausrichten, da sonst der Ton E zu dominant wird.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"1080\" height=\"608\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/bcuMtsUafSs?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies muss jedoch nicht in der ersten Lernphase behandelt werden, sondern erst dann, wenn das St\u00fcck schon recht gut erarbeitet ist und nur noch verfeinert wird.<\/p>\n<p><strong>Abschlie\u00dfende Betrachtungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brian Lewis beendete seinen Kurs mit wichtigen Anmerkungen. Er sprach \u00fcber unsere Verantwortung als Lehrer. Wir sind es, die unsere Sch\u00fcler so f\u00fchren m\u00fcssen, dass sie das Beste aus sich herauszuholen k\u00f6nnen. Wir sollten versuchen, systematisch in kleinen Schritten ihr geigerisches K\u00f6nnen aufzubauen, Techniken vorzubereiten und s\u00e4mtliche Hindernisse, die dem Fortschritt der Sch\u00fcler im Wege stehen, zu beseitigen. Den Samen f\u00fcr die gro\u00dfe Solo-Literatur von Bach pflanzen wir jetzt, beim Erlernen des Bach-Konzertes. Wenn wir es sorgf\u00e4ltig angehen, werden unsere Sch\u00fcler f\u00fcr den Rest ihres Lebens davon profitieren k\u00f6nnen. Daher m\u00fcssen wichtige geigerische Grundlagen jetzt abgesichert werden, um eine Weiterentwicklung der Sch\u00fcler in den kommenden Jahren zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Literaturhinweise<\/strong><\/p>\n<p>Oxford Dictionary (2015). Erh\u00e4ltlich unter: <a href=\"http:\/\/www.oxforddictionaries.com\/definition\/english\/appoggiatura\">http:\/\/www.oxforddictionaries.com\/definition\/english\/appoggiatura<\/a> [zug\u00e4nglich seit 1. Dezember 2015].<\/p>\n<p>Sand, B. (2005) <em>Teaching Genius &#8211; Dorothy DeLay and the Making of a Musician. <\/em>New Jersey, USA: Amadeus Press.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong><span style=\"font-size: small;\">*****************************************************************************<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: large; color: #008000;\"><strong><span style=\"color: #008000;\"><a href=\"http:\/\/suzukiteachingideas.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Helen_kl.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1321 aligncenter\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"http:\/\/suzukiteachingideas.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Helen_kl-220x300.jpg\" alt=\"Helen_kl\" width=\"89\" height=\"121\" \/><\/a><\/span><\/strong><\/span><span style=\"font-size: large; color: #008000;\"><strong><br \/>\nHelen Hines<br \/>\n<\/strong><\/span><strong>Studio Director of \u2018Violin with Helen\u2019 in Reading, United Kingdom<\/strong><br \/>\n<strong><br \/>\n<span style=\"color: #008000;\">Education<\/span><\/strong><br \/>\nHelen holds an MA in Instrumental Teaching from the University of Reading (where she graduated with distinction), and violin teaching diplomas from Trinity College London (ATCL), and the Associated Board of Royal Schools of Music (DipABRSM).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>Website <\/strong><br \/>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.violinwithhelen.co.uk\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" data-reactid=\".b6.$mid=11417521301376=26b40ca6a5f303a1600.2:0.0.0.0.0.0.$range0:0\">www.violinwithhelen.co.uk<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong><span style=\"font-size: small;\">*****************************************************************************<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<blockquote>\n<h2 style=\"text-align: center;\" data-block=\"true\" data-offset-key=\"amn5c-0-0\" data-reactid=\".2.1:4.0.$right.0.0.0.0.1.0.0.1.0.$amn5c\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>8. Europ\u00e4ische Suzuki-Lehrer Konferenz<br \/>\n<\/strong><strong>28. &#8211; 31. Oktober 2016<br \/>\nin der Akademie Remscheid<br \/>\n<\/strong><\/span><\/h2>\n<div style=\"text-align: center;\" data-block=\"true\" data-offset-key=\"btvab-0-0\" data-reactid=\".2.1:4.0.$right.0.0.0.0.1.0.0.1.0.$btvab\">\n<h4><em>Wir w\u00fcrden uns freuen,<br \/>\nSie auf der Suzuki-Lehrerkonferenz 2016 begr\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen!<\/em><\/h4>\n<\/div>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\"><strong>Jeder Suzuki-Lehrer<br \/>\nund jeder interessierte Streicherlehrer<br \/>\nist herzlich WILLKOMMEN!<\/strong><\/span><\/h2>\n<\/blockquote>\n<div id=\"post-1500\" style=\"text-align: left;\">\n<div>\n<p><a href=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/index.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" aligncenter\" src=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/index.jpg\" alt=\"index\" width=\"91\" height=\"91\" \/><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\">Werden Sie Mitglied in unserer ISTEX Facebook-Gruppe!<\/span><\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\"><br \/>\n<a href=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/ISTEX_logo_final_2015.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-2067\" src=\"http:\/\/en.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/ISTEX_logo_final_2015-1024x723.jpg\" alt=\"ISTEX_logo_final_2015.indd\" width=\"377\" height=\"266\" \/><\/a><br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #008000;\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/groups\/suzuki.teaching.ideas\/\">ISTEX &#8211; International Suzuki Teachers EXchange<\/a><\/span><\/strong><\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2 style=\"text-align: center;\" data-block=\"true\" data-offset-key=\"amn5c-0-0\" data-reactid=\".2.1:4.0.$right.0.0.0.0.1.0.0.1.0.$amn5c\"><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brian Lewis unterrichtet Bach In diesem Jahr begeisterte der amerikanische Geiger und P\u00e4dagoge Brian Lewis die Teilnehmer der 7. 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