{"id":1987,"date":"2010-05-07T22:12:46","date_gmt":"2010-05-07T20:12:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.germansuzuki.com\/?page_id=1987"},"modified":"2018-06-01T15:48:03","modified_gmt":"2018-06-01T13:48:03","slug":"shinichi-suzuki-leben-und-werk-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.germansuzuki.de\/?page_id=1987","title":{"rendered":"Shinichi Suzuki: Leben und Werk"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; full_screen_row_position=&#8220;middle&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243; shape_divider_position=&#8220;bottom&#8220;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; column_shadow=&#8220;none&#8220; column_border_radius=&#8220;none&#8220; width=&#8220;1\/1&#8243; tablet_text_alignment=&#8220;default&#8220; phone_text_alignment=&#8220;default&#8220; column_border_width=&#8220;none&#8220; column_border_style=&#8220;solid&#8220;][vc_column_text]\n<h1 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Leben und Werk<\/span><\/h1>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">des Musikp\u00e4dagogen Shinichi Suzuki<\/span><\/h1>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">(1898 \u2013 1998)<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">1<\/span><br \/>\n<\/span><\/h5>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong><em> \u201eBis zu unserem Tod d\u00fcrfen wir weder Zeit noch M\u00fche scheuen,<br \/>\num unsere Schw\u00e4chen in Verdienste zu verwandeln.\u201c (Suzuki)<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Shinichi Suzuki<\/em><\/strong>, Violinp\u00e4dagoge und Begr\u00fcnder eines weltweit verbreiteten musikp\u00e4dagogischen Konzeptes, ist am 26. Januar 1998 in Matsumoto\/Japan in seinem 100. Lebensjahr verstorben. Suzuki wurde 1898 in Nagoya als Sohn eines Geigenfabrikanten geboren. Nach seinem Geigenstudium in Japan ging er f\u00fcr acht Jahre nach Deutschland, um bei <em>Karl Klingler<\/em>, Professor an der Berliner Musikhochschule und seinerseits Sch\u00fcler von <em>Joseph Joachim, <\/em>zu studieren. In Deutschland verkehrte er in Kreisen, die sich intensiv mit europ\u00e4ischer Kunst und Wissenschaft auseinandersetzten. So war einer seiner h\u00e4ufigen Gespr\u00e4chspartner der sp\u00e4tere Nobelpreistr\u00e4ger <em>Albert Einstein<\/em>, \u00fcbrigens nebenbei ein begeisterter Geiger.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Suzuki heiratete die deutsche S\u00e4ngerin <em>Waltraud Prange<\/em>, die sein Anliegen best\u00e4ndig mit gro\u00dfem Engagement unter\u00adst\u00fctzte. Zu Beginn seiner Arbeit galt Suzuki auch in seinem Land als Au\u00dfenseiter, denn so wie bei uns in Europa waren die Themen <em>Musikalische Fr\u00fcherziehung<\/em> und <em>Fr\u00fchinstrumentalunterricht<\/em> noch l\u00e4ngst nicht aktuell. Seine Unterrichtsmethode, nach der Kinder bereits im Alter von drei oder vier Jahren mit dem Instrumentalspiel beginnen k\u00f6nnen, hat wie kaum ein anderes musikp\u00e4dagogisches Konzept weltweite Verbreitung gefunden. Es orientiert sich im Anfangsbereich an den nat\u00fcrlichen Lernvorg\u00e4ngen des kleinen Kindes. Suzuki beobachtete sorgf\u00e4ltig, wie Kinder das Sprechen er\u00adlernen. Ihm wurde deutlich, da\u00df es beim Erlernen der Muttersprache <strong>kein<\/strong> <strong>Versagen <\/strong>gibt, da\u00df jedes Kind sein <strong>eigenes Lerntempo <\/strong>bestimmt, und da\u00df es die bemerkenswerte F\u00e4higkeit besitzt, Sprache mit <strong>gro\u00dfer Exaktheit,<\/strong> sogar mit den feinsten Schattierungen lokaler Dialekte wiederzugeben. Ohne Zweifel ist die Lernf\u00e4higkeit und somit auch das Sprachniveau von Mensch zu Mensch verschieden. Ein einfacher Arbeiter wird in der Regel einen kleineren Wortschatz und ein undifferenzierteres Sprachempfinden als ein Hochschullehrer haben. Dessen Sprache ist wiederum nicht mit der eines gro\u00dfen Dichters, z. B. Goethes, zu vergleichen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In seinem Buch \u201eErziehung ist Liebe\u201c stellt Suzuki die Frage: \u201eWie kommt es, da\u00df es jedem Kinde leicht beizubringen ist, seine Muttersprache zu sprechen; und warum werden die gleichen Kinder mit einigen Schulf\u00e4chern nicht fertig, obgleich sie sich damit ebenso viel M\u00fche geben?\u201c Suzuki wollte einfach nicht glauben, da\u00df dieselben Kinder, welche die bemerkenswerte Leistung vollbracht hatten, eine komplizierte Sprache zu erlernen, auf anderen Gebieten einfach versagten. Bald kam er zu dem Ergebnis, da\u00df nicht der Lernstoff das Problem war, sondern das Prinzip oder die Methode, <em>wie <\/em>den Kindern der Inhalt vermittelt wurde. Suzuki nahm sich vor, in seinem Bereich Bedingungen zu schaffen, die jedem Kind erfolgreiches Lernen erm\u00f6glichen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Sein Konzept weist eigentlich kein wirklich neues Element auf. Das Besondere ist vielmehr die spezielle Zusammensetzung und die entsprechende \u00dcbertragung auf den Instrumentalunterricht. Seine Erkenntnisse erlangte er ausschlie\u00dflich durch praktische Erfahrungen, durch genaues Beobachten und durch intuitives Handeln.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Suzukis Lebensleistung besteht u.a. darin, da\u00df er bereits Jahrzehnte vor der Wissenschaft vielen wichtigen Entwicklungsstufen Beachtung schenkte, die in der heutigen Forschung eine zentrale Stellung einnehmen wie die Bedeutung der pr\u00e4natalen Phase, des kindlichen Spracherwerbs, der sensomotorischen Entwicklung und der Bedingungen des fr\u00fchen Lernens. Auch wenn in einigen Details unterschiedliche Meinungen bestehen, so hat die etablierte Wissenschaft nach und nach Suzukis Auffassungen best\u00e4tigt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">F\u00fcr Suzuki bedeutete aber Instrumentalunterricht weitaus mehr als nur das systematische Erlernen eines Instrumentes auf kindgem\u00e4\u00dfe Weise.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Sein wichtigstes p\u00e4dagogisches Anliegen lag auf einer \u00fcbergeordneten Erziehungsebene (s. Kurzbeschreibung).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Obwohl es Suzuki nicht prim\u00e4r darum ging, Berufsmusiker auszubilden, ist nicht zu leugnen, da\u00df aus seiner Schule viele gute professionelle Musiker hervorgegangen sind.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Seine Verdienste wurden von zahlreichen Universit\u00e4ten mit dem Ehrendoktor- und dem Professorentitel gew\u00fcrdigt. Au\u00dferdem war er Ehrenb\u00fcrger einiger amerikanischer St\u00e4dte und Tr\u00e4ger mehrerer Orden. Beispielsweise zeichnete ihn der deutsche Bundes\u00adpr\u00e4sident mit dem <em>Bundesverdienstkreuz 1. Klasse<\/em> aus, Belgien verlieh ihm die <em>Ysaye Medaille,<\/em> Italien den Orden <em>Omaggio a Venezia,<\/em> Frankreich ehrte ihn mit den <em>Palmes Academique<\/em>.<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong><em>\u201eSuzuki hat mehr f\u00fcr die Kunst des Violinspiels getan als irgendeine andere Person dieses Jahrhunderts!\u201c<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #000080;\">Josef Gingold<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Zahlreiche bekannte Musiker und Musikp\u00e4dagogen verfolgten Suzukis Arbeit mit gro\u00dfer pers\u00f6nlicher Anteilnahme und Anerkennung wie z.B. der ber\u00fchmte Cellist <em>Pablo Casals<\/em>, die Geiger <em>Yehudi Menuhin <\/em>und <em>Josef Gingold<\/em> oder die vor wenigen Jahren verstorbene prominente amerikanische Violinp\u00e4dagogin <em>Dorothy Delay. <\/em><\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong><em>\u201eIch halte die Suzuki-P\u00e4dagogik derzeit f\u00fcr die beste Streicherausbildungsmethode in Amerika.\u201c<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>Dorothy Delay<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Als Beweis f\u00fcr die Effektivit\u00e4t von Suzukis Unterrichtskonzept soll hier nur die Aussage des Dekans der Juilliard School, <em>Stephan Clapp<\/em>, angef\u00fchrt werden, der erkl\u00e4rt, da\u00df neunzig Prozent der in den letzten Jahren neu aufgenommenen Streicher-Studenten ihre musikalische Ausbildung mit der Suzuki-Methode begonnen haben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Allerdings darf auch nicht verschwiegen werden, da\u00df Suzukis Methode nicht nur Bef\u00fcrworter, sondern auch entschiedene Gegner hat. Der bekannte Geiger <em>Isaac Stern<\/em> soll, nachdem er einen kurzen Abschnitt eines \u201eSuzuki-Konzertes\u201c erlebt hatte, emp\u00f6rt den Saal mit den Worten verlassen haben: \u201eDie Suzuki-Lehrer sind alle Verbrecher!\u201c Diese Worte gingen damals weltweit durch die Fachpresse. Da der Name <em>Suzuki<\/em> im Zusammenhang mit seiner Methode zwar markenrechtlich, aber dennoch nicht wirksam gesch\u00fctzt ist, kann auch heute praktisch jeder ein Schild mit der Aufschrift \u201eSuzuki-Lehrer\u201c an seiner Haust\u00fcr anbringen. So wird vielen Scharlatanen die M\u00f6glichkeit gegeben, ihren unprofessionellen Unterricht als \u201eSuzuki-Unterricht\u201c zu verkaufen und damit zahlreichen Kindern und auch dem Ansehen der Methode sehr zu schaden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">1<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Kurzbeschreibung der Suzuki-Methode<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong><em>Musik wirkt unmittelbar auf die Sinne des Menschen, setzt Gef\u00fchle frei, vermittelt Freude,<br \/>\n<\/em><\/strong><\/span><span style=\"color: #000080;\"><strong><em>weckt sch\u00f6pferische Kr\u00e4fte.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong><em>Musik verbindet Menschen miteinander und vermittelt Gemeinschaftserlebnisse.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In diesen beiden S\u00e4tzen liegen fast alle Gedanken, die bei Shinichi Suzuki zu einer tiefen \u00dcberzeugung gewachsen sind, um bereits ganz kleine Kinder an die Musik heranzuf\u00fchren und zu unterrichten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Suzuki entwickelte nach dem zweiten Weltkrieg ein Schulwerk f\u00fcr die Violine \u2013 sp\u00e4ter auch f\u00fcr Viola, Violoncello, Querfl\u00f6te und Klavier \u2013, das inzwischen weltweit verbreitet ist. \u00dcbertragungen auf die Instrumente Kontraba\u00df, Gitarre, Harfe, Blockfl\u00f6te und Gesang befinden sich zur Zeit in der Erprobungsphase. In enger Anlehnung an die muttersprachliche Erziehung wird zun\u00e4chst ganz <em>auf das Notenlesen verzichtet. <\/em>Die Kinder erlernen ihr Instrument durch H\u00f6ren, Beobachten, Nachahmen und Verbesserung durch ihren Lehrer.<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/www.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Klavier-M\u00e4dchen_1469.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1217\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Klavier-M\u00e4dchen_1469\" src=\"http:\/\/www.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Klavier-M\u00e4dchen_1469.jpg\" alt=\"\" width=\"309\" height=\"274\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n[\/vc_column_text][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">So gehen die elementaren Zusammenh\u00e4nge zwischen Vorstellen, H\u00f6ren, Empfinden und Spielen unmittelbar ineinander \u00fcber. Das Kind erf\u00e4hrt also Musik von Anfang an als ein lebendiges Ganzes und mu\u00df sie sich zun\u00e4chst nicht analytisch erarbeiten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Sp\u00e4ter, wenn das Kind in der Schule mit dem Lesen beginnt, erlernt es nat\u00fcrlich die Notenschrift. Auch diesen Schritt leitet Suzuki von dem <em>Naturgesetz des Spracherwerbs <\/em>ab: Zuerst sprechen \u2013 danach lesen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/www.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Cellogruppe_1487.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1218\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Cellogruppe_1487\" src=\"http:\/\/www.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Cellogruppe_1487.jpg\" alt=\"\" width=\"465\" height=\"198\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Suzukis Methode ist im Anfangsbereich genau auf die M\u00f6glichkeiten von kleinen Kindern abgestimmt. Deshalb k\u00f6nnen bereits drei- oder vierj\u00e4hrige Kinder mit dem Unterricht beginnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Von grundlegender Bedeutung ist die <em>aktive Mitarbeit von Mutter oder Vater, <\/em>denn sie sollen die Kinder zu Hause beim t\u00e4glichen \u00dcben liebevoll anleiten und ermutigen. Daher nehmen sie konsequenterweise in den ersten Jahren an allen Unterrichtsstunden teil und werden so nach und nach in die Gesetze des Instrumentalspiels eingewiesen. Die Vorteile, die sich durch diese Zusammenarbeit von Lehrer und Eltern ergeben, sind deutlich in dem soliden instrumentaltechnischen Niveau der Kinder und ihrer positiven Einstellung ihrem Instrument und der Musik gegen\u00fcber festzustellen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein weiterer Unterschied zum traditionellen Instrumentalunterricht ist, da\u00df der Sch\u00fcler von Anfang an am<em> Einzel- und Gruppenunterricht <\/em>teilnimmt<em>, <\/em>d. h. es wird mit ihm individuell gearbeitet und er lernt gleichzeitig die M\u00f6glichkeiten des gemeinsamen Musizierens kennen. Das Zusammenspiel mit anderen Kindern verst\u00e4rkt <em>musikalische Lernziele <\/em>(z. B. rhythmische Einordnung) und hat zugleich eine stark <em>motivierende Funktion.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><em><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/www.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Harfen-1bearb.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1220\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Harfen-1bearb\" src=\"http:\/\/www.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/Harfen-1bearb.jpg\" alt=\"\" width=\"410\" height=\"223\" \/><\/a><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Suzukis p\u00e4dagogisches Konzept ist nicht nur als ein musikalischer Bildungsweg zu verstehen. Er m\u00f6chte nicht in erster Linie Berufsmusiker heranbilden, sondern \u00fcber das Medium Musik einen Beitrag leisten, das Kind in seiner <em>ganzen Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung <\/em>zu f\u00f6rdern. Auf spielerische Weise werden das Ged\u00e4chtnis, die Konzentrations- und Reaktionsf\u00e4higkeit geschult, Ein\u00fcbung sozialen Verhaltens in der Gruppe, die Sensibilit\u00e4t dem Sch\u00f6nen bzw. der Kunst gegen\u00fcber geweckt und die Einsicht vermittelt, da\u00df Lernen und \u00dcben in allen Bereichen eine lebenslange Aufgabe darstellen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Titel seines Hauptwerkes verdeutlicht sein p\u00e4dagogisches Verm\u00e4chtnis, das auch zuk\u00fcnftig von seinen Lehrern weiter umgesetzt werden wird: \u00bbErziehung ist Liebe\u00ab.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">1<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Nat\u00fcrlich gibt es in Suzukis Konzept auch Schw\u00e4chen. Diese liegen aber gr\u00f6\u00dftenteils in der unzul\u00e4nglichen Ausf\u00fchrung der Unterrichtsprinzipien durch einzelne Lehrer, Sch\u00fcler und Eltern. H\u00e4ufig vorgebrachte Argumente und Schlagworte gegen Suzukis Arbeitsweise lauten:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Die Suzuki-Methode ist doch dieser furchtbare Massenunterricht.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Die Kinder k\u00f6nnen schlecht Noten lesen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Jegliche Individualit\u00e4t geht sowohl beim Sch\u00fcler als auch beim Lehrer verloren.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Die Kleinen werden wie Soldaten gedrillt.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Suzuki-Sch\u00fcler besch\u00e4ftigen sich nur mit dem festgelegten Repertoire der Instrumentalschulen des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Suzuki-Lehrer verwechseln ihren Unterrichtsraum mit einem Kinderspielplatz.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es k\u00f6nnten noch viele andere Beispiele angef\u00fchrt werden, die unmi\u00dfverst\u00e4ndlich aufzeigen, da\u00df viele Musikp\u00e4dagogen den gegenw\u00e4rtigen Entwicklungsstand der Suzuki-Methode \u00fcberhaupt nicht oder sehr ungen\u00fcgend kennen (wie vermutlich auch der inzwischen verstorbene Isaac Stern) und diesen vielleicht mit einigen Fernsehszenen verbinden, welche die (in der Realit\u00e4t sehr selten vorkommenden) Massenauftritte musizierender Kinder zeigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Bevor Suzuki im Jahr 1945 das \u201eTalent Erziehungsinstitut\u201c in Matsumoto ins Leben rief, hatte er \u00fcber zehn Jahre an der Entwicklung seiner speziellen Unterrichtsmethode gearbeitet, viele Techniken erprobt und jeden einzelnen Schritt sorgf\u00e4ltig geplant. Danach dauerte es noch weitere acht Jahre bis zur Ver\u00f6ffentlichung der ersten Hefte seines Unterrichtswerkes. So entstand nach und nach eine zehnb\u00e4ndige Instrumentalschule f\u00fcr Violine, die \u00fcbrigens im ersten Heft viele deutsche Kinderlieder enth\u00e4lt.<\/span><\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; full_screen_row_position=&#8220;middle&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243; shape_divider_position=&#8220;bottom&#8220;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; column_shadow=&#8220;none&#8220; column_border_radius=&#8220;none&#8220; width=&#8220;1\/4&#8243; tablet_text_alignment=&#8220;default&#8220; phone_text_alignment=&#8220;default&#8220; column_border_width=&#8220;none&#8220; column_border_style=&#8220;solid&#8220;][vc_column_text]<a href=\"http:\/\/www.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/suzukischool.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1186\" title=\"suzukischool\" src=\"http:\/\/www.germansuzuki.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/suzukischool.jpg\" alt=\"\" width=\"229\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/www.germansuzuki.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/suzukischool.jpg 229w, https:\/\/www.germansuzuki.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/suzukischool-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; column_shadow=&#8220;none&#8220; column_border_radius=&#8220;none&#8220; width=&#8220;3\/4&#8243; tablet_text_alignment=&#8220;default&#8220; phone_text_alignment=&#8220;default&#8220; column_border_width=&#8220;none&#8220; column_border_style=&#8220;solid&#8220;][vc_column_text]<span style=\"color: #000000;\">Suzuki konzipierte seine Violinschule als eine nach Schwierigkeitsgraden geordnete Literatursammlung. Sie enth\u00e4lt nur vereinzelt kurze Vor\u00fcbungen und Hinweise. Eine ausf\u00fchrliche Anleitung, wie die St\u00fccke seiner Violinschule erarbeitet werden sollen, finden wir in dem im Jahre 1953 ver\u00f6ffentlichten Notenheft mit dem Untertitel <em><strong>How to Study Violin<\/strong><\/em>. Erg\u00e4nzend gab Suzuki damals zw\u00f6lf Audiokassetten heraus mit dem Titel <strong><em>Watashi to Okeiko<\/em><\/strong> (\u00dcb mit mir!), auf denen u.a. schwere Stellen aus den B\u00e4nden 1 &#8211; 4 seiner Violinschule in zahlreiche kleinste \u00dcbungsschritte unterteilt werden, die Suzuki erkl\u00e4rt und in verschiedenen Tempi vorspielt. Suzuki plante, diese Zusatzmaterialien f\u00fcr sein gesamtes Unterrichtswerk auszuarbeiten. Dies war ihm aber nur f\u00fcr die Unterstufe m\u00f6glich, da Weiterentwicklung sowie weltweite Verbreitung seiner Methode ihn ganz in Anspruch nahmen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Erst sp\u00e4ter kamen noch Instrumentalschulen f\u00fcr weitere Instrumente hinzu (s. Kurzbeschreibung). In Finnland entstand vor einigen Jahren ein spezielles Unterrichtsangebot f\u00fcr das Fach Gesang, das bereits mit werdenden M\u00fcttern praktiziert wird. Bis auf den heutigen Tag wird also die Methode durch neue Impulse und Erkenntnisse erg\u00e4nzt und kontinuierlich weiterentwickelt. So wurde in Italien beispielsweise vor Jahrzehnten der Anfangsunterricht mit vielen neuen Elementen angereichert. Nachdem dieser Weg, der eine Verbindung von instrumentaler Vorbereitung, musikalischer Fr\u00fcherziehung und Rhythmik darstellt, \u00fcber viele Jahre erprobt und noch einmal \u00fcberarbeitet worden ist, haben ihn nun andere europ\u00e4ische und amerikanische Suzuki-Ausbildungsst\u00e4tten mit in ihren Lehrplan einbezogen.<\/span>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; full_screen_row_position=&#8220;middle&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243; shape_divider_position=&#8220;bottom&#8220;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; column_shadow=&#8220;none&#8220; column_border_radius=&#8220;none&#8220; width=&#8220;1\/1&#8243; tablet_text_alignment=&#8220;default&#8220; phone_text_alignment=&#8220;default&#8220; column_border_width=&#8220;none&#8220; column_border_style=&#8220;solid&#8220;][vc_column_text]<span style=\"color: #000000;\">Des weiteren zeigen auf dem amerikanischen Markt hunderte von B\u00fcchern, Noten und Unterrichtsmaterialien zu Themen wie <em>Einf\u00fchrung in das Notenlesen f\u00fcr Suzuki-Sch\u00fcler, Blattspiel\u00fcbungen, Zusatzliteratur, Suzuki-Methode im Licht der neuesten Entwicklungspsychologie <\/em> u.a., wie offen Suzukis Unterrichtskonzept f\u00fcr neue Erkenntnisse und Anregungen war, ist und sicherlich auch zuk\u00fcnftig bleiben wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bis zum Schlu\u00df galt sein Leben der unaufh\u00f6rlichen Arbeit, der best\u00e4ndigen Bem\u00fchung um Verbesserung, Vertiefung und Weiterent-wicklung seiner Methode.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Als Nachfolger von Shinichi Suzuki wurde Prof. <em>Koji Toyoda<\/em> ernannt. Er war einer von Suzukis ersten Sch\u00fclern und begann mit seinem Geigenunterricht bereits als Dreij\u00e4hriger. Sp\u00e4ter studierte er in Paris bei <em>George Enescu<\/em> und <em>Arthur Grumiaux<\/em>. Danach f\u00fchrte ihn sein Weg nach Deutschland, wo er als 1. Konzertmeister beim Berliner Radio-Symphonie-Orchester und sp\u00e4ter als Professor f\u00fcr Violine an der Hochschule der K\u00fcnste in Berlin t\u00e4tig war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Seit 2009 arbeitet die Violinvirtuosin und ehemalige Suzuki-Sch\u00fclerin <em>Yukari Tate<\/em> mit Koji Toyoda zusammen. Gemeinsam bem\u00fchen sie sich, weltweit unterst\u00fctzt von vielen kompetenten Lehrern, Suzukis Arbeit in seinem Sinne fortzusetzen.<\/span>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; full_screen_row_position=&#8220;middle&#8220; bg_color=&#8220;#b0e2ff&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; id=&#8220;quote&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243; shape_divider_position=&#8220;bottom&#8220; shape_type=&#8220;&#8220;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; column_shadow=&#8220;none&#8220; column_border_radius=&#8220;none&#8220; width=&#8220;1\/2&#8243; tablet_text_alignment=&#8220;default&#8220; phone_text_alignment=&#8220;default&#8220; column_border_width=&#8220;none&#8220; column_border_style=&#8220;solid&#8220;][vc_column_text]\n<h3><span style=\"color: #000000;\">HIER k\u00f6nnen Sie zwei kurze Methodenbeschreibung kostenlos herunterladen.<\/span><\/h3>\n<h3><strong><span style=\"color: #000080;\"><a style=\"color: #000080;\" href=\"https:\/\/www.germansuzuki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/methodebeschreibung1.pdf\">Nr. 1 Methodenbeschreibung<\/a> <\/span>(Text + Fotos)<\/strong><\/h3>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\">Kurzbeschreibung: Handzettel mit Schwarzwei\u00dffotos, geeignet als Presseinformation oder f\u00fcr einen Elternabend<\/span><\/strong><\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.germansuzuki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/methodenbeschreibung2.pdf\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>Nr. 2 Kurzbeschreibung (nur Text)<\/strong><\/span><\/span><\/a><\/h3>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Handzettel \u2013 nur Text ohne Fotos, geeignet als Presseinformation oder f\u00fcr einen Elternabend<\/strong><\/span><\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; column_shadow=&#8220;none&#8220; column_border_radius=&#8220;none&#8220; width=&#8220;1\/2&#8243; tablet_text_alignment=&#8220;default&#8220; phone_text_alignment=&#8220;default&#8220; column_border_width=&#8220;none&#8220; column_border_style=&#8220;solid&#8220;][vc_column_text]<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-7442 \" src=\"https:\/\/www.germansuzuki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Foto_startseite_IMTEX-300x95.jpg\" alt=\"\" width=\"442\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.germansuzuki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Foto_startseite_IMTEX-300x95.jpg 300w, https:\/\/www.germansuzuki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Foto_startseite_IMTEX-768x243.jpg 768w, https:\/\/www.germansuzuki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Foto_startseite_IMTEX.jpg 1023w\" sizes=\"(max-width: 442px) 100vw, 442px\" \/><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Weitere Aufs\u00e4tze, Videos und eBooks erhalten Sie in unserer<\/span> <\/strong><\/span><\/h4>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.imtex.info\/index.php?id=24\"><span style=\"color: #000080;\">ONLINE MEDIATHEK.<\/span><\/a><\/strong><\/h2>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; 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